Nashville Sehenswürdigkeiten: Unsere besten Tipps für die Music City

Nashville stand schon lange ganz oben auf unserer Bucketlist. Als große Musikfans und mit einer echten Schwäche für Country-Musik war für uns klar: Diese Stadt müssen wir irgendwann erleben.
Als wir dann das erste Mal durch die Straßen gelaufen sind und aus jeder Bar Live-Musik zu hören war, war sofort dieses besondere Gefühl da. Überall standen Türen offen, Gitarrenklänge lagen in der Luft und die leuchtenden Neonschilder haben die Straßen in dieses typische Nashville-Licht getaucht. An jeder Ecke spielte jemand einen neuen Song. Genau so hatten wir uns Nashville vorgestellt, vielleicht sogar noch ein bisschen besser.
Für uns war dieser Trip mehr als nur ein Städtetrip. Es war ein kleiner Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Und genau dieses Gefühl begleitet dich hier irgendwie die ganze Zeit.
Was uns besonders aufgefallen ist: Nashville fühlt sich trotz seiner Bekanntheit überraschend entspannt an. Vieles wirkt persönlicher und näher dran und die Musik ist einfach überall präsent.
Damit du deine Reise nach Nashville perfekt planen kannst, zeigen wir dir unsere persönlichen Highlights und Tipps.
Das findest du in diesem Artikel
Honky Tonk Highway: Das Herz von Nashville
Unser erster Abend in Nashville hat genau hier begonnen und ehrlich gesagt hätten wir uns keinen besseren Start vorstellen können.
Der sogenannte Honky Tonk Highway beschreibt vor allem die berühmte Broadway Street im Zentrum von Nashville, auf der sich Bar an Bar reiht. Schon beim ersten Schritt auf die Straße merkst du sofort, was diesen Ort so besonders macht.
In fast jeder Location gibt es Live-Musik und zwar den ganzen Tag. Die Türen stehen oft offen, die Musik klingt nach draußen und du kannst einfach von Bar zu Bar ziehen, kurz reinhören und schauen, wo es dir am besten gefällt.
Was wir richtig gut fanden:
- Kein Eintritt in den meisten Bars
- Live-Musik auf überraschend hohem Niveau
- Eine super offene, lockere Stimmung
Unser Tipp:
Schau sowohl tagsüber als auch abends vorbei. Tagsüber ist es etwas entspannter, abends wird es deutlich voller und lebhafter.
Die besten Bars in Nashville
Am Honky Tonk Highway gibt es unzählige Bars und ehrlich gesagt fällt die Auswahl gar nicht so leicht.
Spannend fanden wir die Mischung aus alten, klassischen Honky Tonks und vielen neuen Bars, die erst in den letzten Jahren eröffnet haben. Gerade entlang des Broadways entstehen immer wieder neue Locations.
Auffällig ist auch, dass viele Bars einen Bezug zu bekannten Countrymusikern haben oder sogar von ihnen betrieben werden. Namen wie Jason Aldean oder Luke Bryan sind hier keine Seltenheit.
Viele dieser Bars sind so etwas wie ein Aushängeschild der Künstler in Nashville und gehören mittlerweile fest zum Erlebnis der Stadt dazu.
Viele Locations gehen über mehrere Etagen und oft spielt auf jeder Ebene eine andere Band. Es lohnt sich also, nicht nur im Erdgeschoss zu bleiben, sondern auch mal nach oben zu gehen und sich ein bisschen treiben zu lassen.
Einige Bars haben außerdem Dachterrassen, von denen du einen richtig guten Blick auf den Broadway hast. Gerade am Abend ist das eine schöne Abwechslung zum Trubel auf der Straße.
Folgende Bars sind uns besonders in Erinnerung geblieben:
Jason Aldean’s Kitchen + Rooftop Bar
Eine der bekanntesten Bars am Broadway und perfekt für den Einstieg in den Abend. Die Location erstreckt sich über mehrere Etagen und überall läuft Live-Musik.
Besonders cool fanden wir die Dachterrasse mit Blick auf den Broadway. Von hier oben bekommst du einen guten Eindruck vom Trubel auf der Straße, bist aber trotzdem etwas raus aus dem direkten Geschehen.
Wenn du zum ersten Mal am Honky Tonk Highway bist, ist das hier ein richtig guter Startpunkt.
Adresse
307 Broadway, Nashville, TN 37201
Luke’s 32 Bridge
Luke’s 32 Bridge wirkt insgesamt etwas moderner und aufgeräumter als viele andere Bars am Broadway. Die Location ist groß, verteilt sich über mehrere Etagen und bietet ebenfalls eine Dachterrasse.
Ein echtes Highlight ist der große Pickup-Truck, der an der Decke hängt und sofort ins Auge fällt. Passt natürlich perfekt zur Stadt und ihrem Country-Feeling.
Hier geht es etwas entspannter zu, gerade im Vergleich zu den klassischen Honky Tonks. Gleichzeitig bekommst du aber trotzdem Live-Musik und die typische Atmosphäre, für die Nashville bekannt ist.
Eine gute Wahl, wenn du Lust auf den Broadway hast, es aber nicht ganz so wild möchtest.
Adresse
301 Broadway, Nashville, TN 37201
Lainey Wilson’s Bell Bottoms Up
Eine der neueren Bars am Broadway, die sich deutlich moderner anfühlt als viele der klassischen Honky Tonks und mit einem coolen Südstaaten-Vibe auffällt.
Besonders gut gefallen hat uns die stimmungsvolle Neonbeleuchtung und der große Hauptraum, der offen und lebendig wirkt.
Auch beim Essen merkt man den Einfluss von Lainey Wilsons Louisiana-Wurzeln. Die Karte ist etwas abwechslungsreicher als in vielen anderen Bars und eine richtig gute Ergänzung zur Live-Musik.
Die Cocktails haben uns ebenfalls positiv überrascht. Vor allem der Pornstar Martini war richtig gut.
Wenn du eine Bar suchst, in der du nicht nur Live-Musik hörst, sondern auch gut essen und entspannt etwas trinken kannst, bist du hier genau richtig.
Adresse
120 3rd Ave S, Nashville, TN 37201
Printers Alley: Nashvilles versteckte Bar-Szene
Die Printers Alley ist so ein Ort, an dem man schnell vorbeiläuft, wenn man ihn nicht kennt.
Die kleine Gasse liegt nur wenige Minuten vom Broadway entfernt, fühlt sich aber ganz anders an. Während es auf dem Honky Tonk Highway laut und voll ist, geht es hier etwas ruhiger und entspannter zu.
Früher war die Printers Alley das Zentrum der Druckereien in Nashville. Heute findest du hier vor allem Bars, Live-Musik und eine etwas alternative Szene.
Unser Eindruck: weniger Party, dafür mehr Atmosphäre.
Was dir hier auffällt:
- Weniger Touristen als am Broadway
- Oft etwas entspanntere Live-Musik
- Eine ganz eigene, leicht nostalgische Stimmung
Wenn du Nashville auch abseits der bekannten Spots erleben möchtest, ist die Printers Alley ein schöner Kontrast zum Honky Tonk Highway.
Grand Ole Opry: Ein echtes Stück Musikgeschichte
Die Grand Ole Opry ist eine der bekanntesten Bühnen der Country-Musik weltweit und gehört fest zur Geschichte von Nashville.
Seit 1925 finden hier regelmäßig Live-Shows statt, die bis heute im Radio übertragen werden. Du erlebst hier also nicht einfach nur ein Konzert, sondern ein Format, das es so seit fast 100 Jahren gibt.
Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du dir hier unbedingt eine Show anschauen. Selbst wenn du kein riesiger Country-Fan bist, bekommst du schnell ein Gefühl dafür, welche Bedeutung Musik in Nashville hat.
Die Shows bestehen meist aus mehreren kurzen Auftritten unterschiedlicher Künstler, von bekannten Namen bis hin zu Newcomern. Dadurch ist alles sehr abwechslungsreich und kurzweilig.
Tickets bekommst du online im Voraus. Gerade an Wochenenden oder in der Hauptsaison lohnt es sich, früh zu buchen.
Alternativ kannst du auch eine Führung machen und hinter die Kulissen schauen.
Adresse
600 Opry Mills Dr, Nashville, TN 37214
Johnny Cash Museum
Das Johnny Cash Museum hat uns ehrlich gesagt mehr beeindruckt, als wir vorher gedacht hätten.
Es ist modern gestaltet, sehr persönlich aufgebaut und gibt einen richtig guten Einblick in das Leben von Johnny Cash. Von seinen Anfängen bis hin zu seinen größten Erfolgen wird hier alles nachvollziehbar erzählt.
Besonders spannend fanden wir die vielen originalen Exponate wie handgeschriebene Songtexte, Bühnenoutfits und persönliche Gegenstände. Dadurch wirkt das Museum sehr nahbar und nicht wie eine klassische Ausstellung.
Auch wenn du kein Hardcore-Fan bist, lohnt sich der Besuch. Viele Geschichten machen das Ganze sehr greifbar und geben dir einen guten Eindruck davon, wie prägend Johnny Cash für die Country-Musik war.
Plane etwa ein bis zwei Stunden ein.
Adresse
Lower Level, 119 3rd Ave S, Nashville, TN 37201
Country Music Hall of Fame and Museum
Wenn du dich auch nur ein bisschen für Musik interessierst, solltest du dir dieses Museum nicht entgehen lassen.
Die Country Music Hall of Fame gehört zu den wichtigsten Orten der Country-Musik und zeigt die Entwicklung des Genres von den Anfängen bis heute. Du bekommst hier einen guten Überblick darüber, wie sich die Musik über die Jahrzehnte verändert hat und welche Künstler sie geprägt haben.
Besonders spannend fanden wir die vielen originalen Exponate wie Instrumente, Bühnenoutfits und Aufnahmen. Viele Bereiche sind interaktiv gestaltet, sodass sich das Museum angenehm abwechslungsreich anfühlt.
Was uns besonders gefallen hat:
- Sehr modern und hochwertig gestaltet
- Viele originale Exponate
- Abwechslungsreiche Ausstellung mit interaktiven Elementen
Hier kannst du locker mehrere Stunden verbringen. Für uns war es eines der Highlights in Nashville.
Adresse
222 Rep. John Lewis Way S, Nashville, TN 37203
The Bluebird Café: Ein ganz besonderer Ort für Musikfans
Das Bluebird Café war für uns eines der emotionalsten Highlights in Nashville und definitiv ein echter Bucketlist-Moment.
Die Location ist klein, unscheinbar und liegt etwas außerhalb vom Zentrum. Alles wirkt hier persönlicher und ruhiger, fast ein bisschen wie ein Wohnzimmerkonzert.
Viele bekannte Songwriter und Künstler haben hier ihre Karriere begonnen oder stehen auch heute noch auf der Bühne. Oft sitzen die Musiker einfach in der Mitte des Raums und spielen ihre Songs in einer sehr intimen Atmosphäre.
Unser Eindruck: Es fühlt sich eher wie ein privates Konzert an als wie ein klassischer Bar-Abend. Alles ist sehr ruhig, aufmerksam und fast schon familiär.
Auch die Preise für Getränke und Essen fanden wir überraschend fair, gerade für so einen besonderen Ort.
Wichtig zu wissen:
- Tickets sind oft schnell ausverkauft
- Frühzeitig online reservieren lohnt sich
- Während der Auftritte wird großen Wert auf Ruhe gelegt
Wenn du Musik wirklich liebst, solltest du dir diesen Ort nicht entgehen lassen. Für uns war das eine ganz andere, sehr persönliche Seite von Nashville.
Adresse
4104 Hillsboro Pike, Nashville, TN 37215
Goo Goo Cluster: Süßer Klassiker aus Nashville
Als große Naschkatzen wollten wir in Nashville natürlich auch etwas Typisches probieren und sind dabei auf die Goo Goo Clusters gestoßen.
Die Süßigkeit gibt es schon seit über 100 Jahren und sie gehört fest zu Nashville dazu. Hinter dem Namen steckt eine Mischung aus Schokolade, Karamell, Nüssen und Marshmallow-Nougat, die erstmal ziemlich mächtig klingt, aber richtig gut zusammenpasst.
Wir haben uns für die klassische Variante „The Original“ entschieden und waren ehrlich gesagt positiv überrascht. Süß, aber nicht zu überladen und genau das Richtige für zwischendurch.
Die Goo Goo Clusters bekommst du an verschiedenen Orten in der Stadt oder direkt im eigenen Store in Downtown Nashville.
Wenn du Lust auf etwas Süßes hast oder noch ein kleines Mitbringsel suchst, lohnt es sich auf jeden Fall, sie mal zu probieren.
Adresse
116 3rd Ave S, Nashville, TN 37201
Unterkunftstipp in Nashville
SpringHill Suites by Marriott Nashville Downtown / Convention Center
Für unseren Aufenthalt haben wir uns für dieses Hotel entschieden und waren wirklich zufrieden.
Besonders überzeugt hat uns die Lage. In wenigen Minuten bist du zu Fuß am Broadway und damit mitten im Geschehen, kannst dich aber jederzeit auch wieder etwas zurückziehen.
Die Zimmer sind groß, modern eingerichtet und bieten genug Platz, um nach einem langen Tag entspannt runterzukommen.
Ein echtes Highlight ist der Rooftop-Pool mit Blick auf die Skyline von Nashville. Gerade am Abend ist das ein richtig schöner Spot.
Auch das Frühstück war für amerikanische Verhältnisse wirklich gut und ein entspannter Start in den Tag.
Was uns besonders gefallen hat:
- Zentrale Lage, nur wenige Minuten zum Broadway
- Große, moderne Zimmer
- Rooftop-Pool mit Blick auf die Skyline
- Gutes Frühstück
Gerade wenn du Nashville zu Fuß erkunden willst, ist die Lage ein großer Vorteil.
Praktische Tipps für Nashville
Damit dein Aufenthalt möglichst entspannt läuft, hier noch ein paar Dinge, die du wissen solltest:
- Beste Reisezeit: Frühling und Herbst sind ideal. Im Sommer kann es sehr heiß und schwül werden, gerade in der Stadt wird das schnell anstrengend.
- Fortbewegung: Viele Highlights rund um den Broadway erreichst du gut zu Fuß. Für alles, was etwas weiter weg liegt, haben wir einfach Uber genutzt, das funktioniert in Nashville unkompliziert.
- Dauer: 2 bis 3 Tage sind perfekt, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen und die Stadt in Ruhe zu erleben.
- Live-Musik: Du musst nichts im Voraus planen. Gerade auf dem Honky Tonk Highway kannst du dich einfach treiben lassen und spontan entscheiden, wo du reingehen möchtest.
Unser Fazit zu Nashville
Nashville ist laut, lebendig und manchmal ein bisschen überdreht. Genau das gehört hier einfach dazu.
Für uns war es einer dieser Orte, die man nicht einfach nur besucht, sondern wirklich erlebt. Zwischen Live-Musik, offenen Menschen und dieser besonderen Atmosphäre vergeht die Zeit wie im Flug.
Was uns am meisten in Erinnerung geblieben ist: dieses Gefühl, dass überall Musik in der Luft liegt und man sich einfach treiben lassen kann.
Wenn du Musik liebst oder generell Lust auf eine Stadt hast, die genau davon lebt, solltest du Nashville definitiv auf deine Liste setzen.
Wenn du noch Fragen zu Nashville hast oder eigene Tipps teilen möchtest, schreib uns gerne in die Kommentare. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir.


